Gedankenstaub

Zahlreich wie Staub und frei : Meinung und Gedanke

The never ending Story

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Und da war es wieder: Ein neues Schlachtfeld, welches die Menschen schnell und effektiv in zwei Lager teilt. Verschwörungstheorien/-theoretiker

Nun, warum auch nicht. Schliesslich sind diverse andere Kleinkriege erbittert gekämpft und die Waffen abgenutzt. Zumal es sich grade in dieser besonderen Zeit ja bestens anbietet.

Immer öfter entsprechende Posts angezeigt bekommen und die „Diskussionen“ überflogen, konnte ich nicht umhin, mir Gedanken zu machen. Okay, okay, die Gedanken mache ich mir schon, seit uns eindringlich „von oben“ nahegelegt wurde, nur offiziellen Meldungen Glauben zu schenken. Ah ja……

Ach ja, auch seitdem in den Mainstream-Medien teilweise mantramässig vor Fake-News gewarnt wurde. Interessant… wenn es Fake-News sind, braucht man ja keine Sorge haben, dass die Leute solchen Mist glauben.

Keine Ahnung, aber das scheint so ein Mechanismus bei mir zu sein, dass ich bei manchen Dingen hellhörig werde und mir Gedanken mache. 😉

Tatsächlich sollte man doch davon ausgehen, dass man glauben sollte, was unsere Regierenden uns sagen. Oder gibt es Gründe, die sie befürchten lassen, wir denken, sie belügen uns?

Wie könnten sie denn? Sichere Renten. Soli für ein Jahr. Stimmt, man muss nicht kleinlich werden und ich habe grade keine Lust, zu recherchieren, was man noch anführen könnte. 😉

Also gut, nur glauben, was von offizieller Seite gemeldet wird. Okay, verstanden. Moment, das RKI ist doch auch so eine offzielle Stelle…. na ja, dass ich nicht nur einmal bei den Statisken gestolpert bin, lag mit Sicherheit an mir.
Für 2 Wochen alles einschränken. Aber die Soforthilfe für 3 Monate. Egal, nicht nachdenken, glauben, was grade gesagt, gemeldet, angeordnet wird. Verstanden.

Und natürlich kann man ja auch nicht wirklich klare Aussagen treffen. Man kennt die Situation so noch nicht. Auch nicht das Virus. Und Zahlen sind geduldig. Und die Menschen auch. Und Gesetze müssen geändert werden, wenn es (an der) Zeit ist….

Dummerweise gibt es bei all dem halt die Quertreiber, Rebellen, Andersdenkende, Unruhestifter, die Nicht-Locker-Lassenden, die Hinterfragenden, die Kritischen, die Unbequemen. Ein Dilemma……

Vielleicht haben sie die Apelle nicht mitbekommen, nur offiziellen Meldungen Glauben zu schenken, hören/sehen keine Nachrichten.

Rotten sich zusammen, demonstrieren, fordern, klagen an.

Unglaublich…..Verschwörungstheoretiker, keine Frage.

Wirklich? Weil sie hinterfragen?
Weil sie sich nicht nur Mainstream informieren?
Weil sie kritisch sind?
Weil sie nicht alles glauben, was ihnen „vorgesetzt“ wird?

Und nun kommt die bewährte Keule. Immer öfter, immer gezielter.

Hat sich schliesslich schon als Nazi-Keule bewährt und funktioniert auch jetzt wunderbar. Reichhaltige Warnungen in den Nachrichten vor den Verschwörungstheorien, eindringliche Bitten keinen Fake-News zu trauen. Prominente, die öffentlich dahingehend „überführt“ werden.

Die Keule, gezielt und effektiv, ja, darauf kann man sich wirklich verlassen.

Ich würde sagen: es läuft.

Natürlich dürfen auch die Social Medias nicht fehlen. Ein sehr fruchtbarer Boden für harte Gruppen-/Meinungsbildung und Kleinkriege jeden Themas.

Insofern bin ich auch kein bisschen erstaunt, dass es so flächendeckend auch im FB Thema wurde. Und auch hier wieder die Keule, oftmals verziert mit den üblichen Beschimpfungen. Nichts, was man nicht kennt.

Und doch empfinde ich es als furchtbar frustrierend. So ermüdend.

Schlammschlachten, wohin man schaut. Die eine Seite legitimiert, darf auch zur Keule und zu Beschimpfungen greifen, um Argumentationen zu untermauern. Die andere Seite sofort denunziert und mundtot gemacht.

Wer mag schon gerne eine kritische Meinung bei solch ungleichem Verhältnis äußern? Wäre man ja schön blöd, nicht wahr?

Und wieder einmal funktionieren die Mechanismen nahezu perfekt.

Ich frage mich immer, warum unsere „Obrigen“ so viel Mühe und Geduld aufwenden, uns den richtigen Weg zu weisen und acht geben, dass kein „Schäfchen“ verloren geht.

Warum sie voller Sorge sind, dass wir die Fake-News glauben könnten? Eigentlich könnten sie doch entspannt abwarten, bis sie im Nichts verhallen. Ist doch nichts dran.

Tschuldigung, ja klar, nur glauben, dass alles zu unserm Wohl ist.

Wie auch immer, bin ich scheinbar ein sehr misstrauischer Mensch. Werde misstrauisch, wenn ich nur einer Quelle Glauben schenken darf. Werde misstrauisch, wenn mir mantramässig etwas vorgebetet wird. Werde misstrauisch, wenn es nur eine Wahrheit geben darf.

Ich weiß, dass ich nicht alles aus Radio und Fernsehen erfahre. Dass mir dort gezeigt wird, was gezeigt werden kann/soll.

Nein, keine Verschwörungstheorie, sondern das Ergebnis von persönlichen Gesprächen mit Menschen, die keinerlei Grund hatten, mich bzgl. entprechenden Themen und erfolgter Berichterstattung in den Medien zu belügen. Dazwischen lagen zum Teil Welten und haben meinen Glauben an unabhängige Nachrichtenmeldungen ziemlich erschüttert.

Auch glaube ich nicht sofort, was mir „vorgesetzt“ wird. Egal von welcher Seite.

Wir leben in einer Zeit, wo uns Informationen und Quellen im Überfluss zur Verfügung stehen und manchmal, bei Lust, Laune und Interesse kann man durchaus ein wenig recherchieren und schauen, was ist dran, was sind die Hintergründe, Quellen usw.

Tja, und dann hat man eigentlich wieder ein Problem. Man kann (könnte) sich soviel informieren, dass man schon wieder nicht wirklich weiß, was man wem glauben soll/kann.

Macht aber nichts. Also mir nicht.

Es gibt Dinge, die kann ich mir vorstellen.
Es gibt Dinge, die ich für möglich halte.
Es gibt Dinge, die sind für mich unvorstellbar.
Es gibt Dinge, die ich verstehe.
Und Dinge, die sich mir bei aller Liebe nicht erschliessen.

Nur eins mache ich nicht…. mir sofort und unabdingbar eine Meinung bilden (bilden lassen) und die als allgemeingültig hinzustellen.

Gut, das Risiko ist höher anzuecken bzw. in eine Ecke gesteckt zu werden, aber damit kann/muss ich wohl leben.

Mir persönlich ist es allerdings lieber, halbwegs informiert zu sehen, was ggf. passiert/passieren könnte, als wie ein Reh ins Scheinwerferlicht erstarrt das Präsentierte zu erblicken.

Wobei….. bis zu den Scheinwerfern wäre es wohl ein entspannteres Leben. 😉

Das „Servierte“ ungefragt annehmen, konsumieren, weitergeben. Notfalls mit der Keule, aber die ist ja gesellschaftsfähig. Eine schöne Vorstellung…..

Und dann kommen die unbequemen Fragen.
Die winzig kleinen Puzzlestücke, die manchmal viel zu gut passen, als dass es Zufall sein könnte.
Das Aufhorchen, wenn sich etwas nicht „rund“ anhört/anfühlt.
Das Gefühl, nur in eine Richtung sehen/gehen zu dürfen.

Ein Dilemma….

Ich weiß nicht, ob es die einzig wahre Wahrheit gibt. Ob jemals „entschieden“ werden kann, wer jetzt tatsächlich Recht hat oder nicht.

Bei Meinungen weiß ich, dass es oftmals der Blickwinkel ist, der Argumente zulässig macht oder nicht. Und auch die Motivation zu versuchen, andere Blickwinkel in Betracht zu ziehen.

Persönlich schon Diskussionen geführt, bei denen von Anfang an feststand, dass keine Seite die Position wechseln würde. Eigentlich aussichtslos und doch gehaltvoll geführt. Denn wenn man gewillt ist, Gegenüber zuzuhören und zu versuchen zu verstehen, kann man durchaus „auseinandergehen“ mit der Erkenntnis, dass man nie gleicher Meinung, aber Verständnis für die Argumente der Gegenseite hat. Und kann sogar neuen „Input“ mitnehmen.

Der Blickwinkel…..

In dem Zusammenhang, ja, ich verstehe, dass Menschen Angst haben, die härtere Einschränkungen begrüßen würden, problemlos Mundschutz und Kontaktbeschränkungen akzeptieren und im Idealfall lieber zuhause bleiben.

Aber man sollte anderen auch zugestehen, dass sie ihre Freiheit eingeschränkt/gefährdet sehen. Sie genau dafür auf die Straße gehen. Keine Angst vor dem Virus haben.

Auch gibt es Menschen, die sich breitgefächert informieren, sich nicht nur auf die klassischen Medien stützen. Die hinterfragen und ggf. manches kritisch sehen.

Jeder nach seinem „Blickwinkel“.

Ich z. B. habe nicht verstanden, dass man sofort Restaurants und Kneipen besucht. Ehrlich nicht. Obgleich gerne und viel auswärts unterwegs gewesen, ist es für mich momentan keine Option.

Ich möchte die „neue Normalität“ nicht. Nicht mit Mundschutz an den Tisch geführt werden. Zum Toilettengang mit Mundschutz. Bedienung mit Mundschutz. Genaue Angaben über Aufenthaltsdauer samt Personalien. Nein, nicht meine Welt, es tut mir leid.

Kann aber trotzdem akzeptieren, dass viele sofort ihrer Lieblingslokalität einen Besuch abgestattet haben.

Warum scheint es einfach so verdammt schwer, die Keule einfach mal stehen zu lassen und nur ansatzweise zu versuchen, zu akzeptieren, dass nicht alle Menschen gleich sind. Gleich denken. Gleich handeln. Eine gleiche Meinung haben.

So, und jetzt stelle ich meinen Aluminiumhut auf das Kommödchen und leg mich schlafen.

Bleibt gesund.

Schlussbemerkung Das von uns hier bereitgestellte Material soll rein der öffentlichen Bildung und zur Anregung geistiger Auseinandersetzung dienen. Dieses Material wird rein zum Zwecke der Kritik, der Stellungnahme, der Berichterstattung, der Bildung und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt und stellt daher keine Urheber,- Rechtsverletzung dar. Insofern es uns möglich ist, werden wir immer die original Quellen und Urheber benennen.

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(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) 1 Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. 2 Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
https://dejure.org/gesetze/GG/5.html

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