Gedankenstaub

Zahlreich wie Staub und frei : Meinung und Gedanke

16. Juni 2019
von Ike
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In dem vor über 70 Jahren erschienen Film „Der große Diktator“, hält Charlie Chaplin eine der ergreifendsten Reden der Filmgeschichte. Und es erschrekt mich immer wieder wie wahr und top aktuell die angesprochenen Themen auch heute noch sind. Insbesondere im Hinblick darauf, das wohl Niemand zuhörte. Und hierbei fallen mir auch alle die Kinder mit ihren Reden vor den unzähligen Vollversammlungen ein, sie haben unzählige Kritiker und doch werden sie nicht erhört.

Auf jeden Fall ein kraftvoller Appell an die Menschheit für Freiheit und Demokratie zusammen zu stehen und zu kämpfen..

„Es tut mir Leid, aber ich möchte nun mal kein Herrscher sein, denn das liegt mir nicht.

Ich möchte weder herrschen noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann, den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt.

Wir sollten am Glück des anderen teilhaben und nicht verabscheuen.
Hass und Verachtung bringen uns niemals näher.

Auf dieser Welt ist Platz für jeden und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen. Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein, wir müssen nur wieder zu leben lernen.

Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt in Verderben und Blutschuld geführt.

Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben.

Wir lassen Maschinen für uns Menschen arbeiten und sie denken auch für uns.

Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen und unser Wissen kalt und hart.

Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschine.
Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte.

Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.

Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben uns eine Brücke geschlagen von Mensch zu Mensch.
Es erfordert eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle eins werden.

Millionen von Menschen können im Augenblick meine Stimme hören, Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen.

Allen, die mich jetzt hören, rufe ich zu: Ihr dürft nicht verzagen. Auch das bittere Leid, das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Männer, die heute die Menschlichkeit mit Füßen treten, werden nicht immer da sein, ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen und auch ihr Hass.

Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden.

Auch wenn es Blut und Tränen kostet: Für die Freiheit ist kein Opfer zu groß.

Soldaten! Vertraut euch nicht Barbaren an, Unmenschen, die euch verachten und denen euer Leben nichts wert ist. Ihr seid für sie nur Sklaven. Ihr habt das zu tun, das zu glauben, das zu fühlen. Ihr werdet gedrillt, gefüttert, ihr werdet wie Tiere behandelt und seid nichts weiter als Kanonenfutter. Ihr seid viel zu schade für diese verirrten Subjekte, diese Maschinenmenschen mit Maschinenköpfen und Maschinenherzen. Ihr seid keine Roboter, ihr seid keine Tiere, ihr seid Menschen.

Bewahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht. Nur wer nicht geliebt wird, hasst. Nur wer nicht geliebt wird.

Kämpft nicht für die Sklaverei, kämpft für die Freiheit!

Im 17. Kapitel des Evangeliums Lukas steht: Gott wohnt in jedem Menschen, also nicht nur in einem oder einer Gruppe von Menschen.

Vergesst nie: Gott lebt in uns allen, und Ihr als Volk habt allein die Macht! Die Macht, Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht, Glück zu spenden.
Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen!

Daher im Namen der Demokratie, lasst uns diese Macht nutzen, lasst uns zusammenstehen, lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt, die jedermann gleiche Chancen gibt.

Die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt.

Versprochen haben die Unterdrücker das auch, deshalb konnten sie die Macht ergreifen. Das war Lüge, wie überhaupt alles was sie euch versprachen!

Diese Verbrecher! Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben!

Lasst uns diese Ketten sprengen! Lasst uns kämpfen für eine bessere Welt!
Lasst uns kämpfen für die Freiheit in der Welt! Das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz! Lasst uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit, in der die Vernunft siegt, in der Fortschritt und Wissenschaft uns allen zum Segen gereichen!

Kameraden, im Namen der Demokratie, dafür lasst uns streiten!“

Schlussbemerkung Das von uns hier bereitgestellte Material soll rein der öffentlichen Bildung und zur Anregung geistiger Auseinandersetzung dienen. Dieses Material wird rein zum Zwecke der Kritik, der Stellungnahme, der Berichterstattung, der Bildung und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt und stellt daher keine Urheber,- Rechtsverletzung dar. Insofern es uns möglich ist, werden wir immer die original Quellen und Urheber benennen.

Grundgesetz Artikel 5 (1) 1 Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. 2 Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. 3 Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) 1 Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. 2 Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
https://dejure.org/gesetze/GG/5.html

16. Juni 2019
von Ike
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von Ike
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